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Aus der Presse 2012


Die Bürgerstiftung stellt ihre Pläne für ein grünes Bürgerforum vor (v. li.): Wolf-Dieter Fuchslocher, Tanja Gerst, Frank Händle, Ursula Schaier, Kurt Tassotti und Jochen Sämann. Foto: Goertz

Kleine Steine für ein großes Projekt

Mit einem grünen Bürgerforum will die Bürgerstiftung ihren Beitrag zur kleinen Gartenschau leisten. Am Mittwoch startet die Bausteinaktion für das Projekt.

Mühlacker. „Hinter dem Begriff grünes Bürgerforum verbirgt sich kein politischer Debattierclub“, erklärt Frank Händle von der Bürgerstiftung. „Wir wollen auf dem Gartenschaugelände ein Veranstaltungsforum bauen, das vielfältig genutzt werden kann, etwa als Klassenzimmer für den Schulunterricht im Freien oder als Spielstätte für Theateraufführungen oder Lesungen.“ Und natürlich soll das grüne Bürgerforum ein Treffpunkt werden – auch über die Gartenschau hinaus.

Architektin Tanja Gerst hat die ersten Pläne bereits entworfen und mit der Stadt sowie Gartenschauplanerin Elke Ukas besprochen. Grundsätzlich soll das Bürgerforum in die Topographie des Geländes eingebettet werden und etwa 30 bis 35 Sitzränge in runder Anordnung bieten. In der Mitte des Kreises befindet sich dann eine freie Fläche als Bühne für die unterschiedlichsten Veranstaltungen.

„Auch in der Standortfrage sind die Überlegungen schon weit fortgeschritten“, berichtet Frank Händle. Auf jeden Fall soll das Veranstaltungsforum stadtnah gebaut werden. „Wir haben einen Platz in der Nähe des Stegs über die B10, unweit der Musikschule, im Auge“, sagt Tanja Gerst.

Dass die Bürgerstiftung sich das Bürgerforum als „Leuchtturmprojekt“ auf die Fahnen geschrieben hat, kommt nicht von ungefähr. „Unsere Satzung legt ausdrücklich fest, dass wir auch Maßnahmen fördern, die einer nachhaltigen Stadtentwicklung dienen“, betont Jochen Sämann. Und was sei nachhaltiger als ein Veranstaltungsforum im Grünen und doch fast mitten in der Stadt? „Wir wollen etwas Bleibendes schaffen. Und genau solch ein Platz wie das Bürgerforum fehlt noch in unserer Stadt“, ergänzt Ursula Schaier.

Am morgigen Mittwoch startet die Bausteinaktion für das Bürgerforum. Am Stand der Bürgerstiftung auf dem Weihnachtsmarkt können Unterstützer für 25 Euro einen symbolischen Stein für das grüne Bürgerforum kaufen, so zum Spender für Bildung und Kultur in Mühlacker werden und gleichzeitig einen Beitrag zum Grünprojekt 2015 leisten. Und nach dem Weihnachtsmarkt sollen die Bausteine in vielen Geschäften der Stadt Mühlacker angeboten werden. Alle Spender werden später auf einer Tafel am grünen Bürgerforum verewigt.

Auf etwa 30000 Euro schätzt Frank Händle den Kapitalbedarf für das Bürgerforum. Damit ist natürlich nicht der gesamte Aufwand für das Projekt gedeckt. „Wir wären nicht so mutig an das grüne Bürgerforum herangegangen, wenn wir nicht zahlreiche Leistungen aus unseren eigenen Reihen stemmen könnten“, so Frank Händle. So habe beispielsweise Architektin Tanja Gerst die gesamten Planungsarbeiten für das Bürgerforum übernommen. „Wir haben mittlerweile 53 Stifter“, berichtet Ursula Schaier. „Da kann jeder seine Leistungen in unterschiedlichster Form einbringen.“ Genau das mache eine Bürgerstiftung aus, bei der aus allen Schichten der Gesellschaft Impulse für das Allgemeinwohl gegeben werden könnten.

Der Fahrplan für das grüne Bürgerforum steht: „2013 wollen wir mit dem Bau beginnen, 2014 das Bürgerforum begrünen und 2015 eröffnen“, so Jochen Sämann. Aber vor dem Spatenstich steht jetzt erst einmal der Startschuss für den Vertrieb der Bausteine auf dem Weihnachtsmarkt.

(Mühlacker Tagblatt vom 27.11.2012, Text u. Foto: Frank Goertz)



Joachim Baensch (2. v. re.) und die Vorstandsmitglieder Wolf-Dieter Fuchslocher und Ursula Schaier übergeben 100 Karten an Erika van Lujik vom Tafelladen. Foto: Appich

Kinogutscheine für Kinder der Tafelladen-Familien

MÜHLACKER (ra). Wie im vergangenen Jahr werden die Bürgerstiftung und Scala-Inhaber Joachim Baensch 100 Kinder von Familien, die gezwungen sind im Tafelladen einzukaufen, mit Kinokarten beschenken. Sie erhalten je einen Gutschein für ein Kinoerlebnis mit einem Film ihrer Wahl im Scala-Filmtheater.
„Die Bürgerstiftung hat 90 der Karten spendiert“, berichtete Ursula Schaier vom Vorstand. Zehn weitere Gutscheine stiftete Scala-Inhaber Joachim Baensch.

(Stadtblättle vom 23. November 2012)



Mühlacker trauert um Marga Kucher

Trägerin des Bürgerpreises und ehemalige Stadrätin verstorben

Marga KucherMühlacker (pm/cb). Mit der am 15. Oktober im Alter von 71 Jahren verstorbenen früheren Stadträtin Marga Kucher verliert die Stadt Mühlacker eine nicht nur in der Kommunalpolitik, sondern auch auf vielen weiteren Gebieten ehrenamtlich engagierte Persönlichkeit. Noch im Mai dieses Jahres war Marga Kucher mit dem Bürgerpreis der Bürgerstiftung Mühlacker ausgezeichnet worden. Die „stille Anpackerin“, als die sie bei der Feierstunde bezeichnet worden war, wird in vielerlei Hinsicht eine Lücke hinterlassen.

So überschattete die Nachricht von ihrem Tod auch die Jubiläumsfeier des Seniorenzentrums St. Franziskus (siehe Bericht auf dieser Seite), dem sie von Beginn an eng verbunden war. Sie gehörte dem Vorstand der Altenheimstiftung St. Franziskus an, doch war dies lediglich eines ihrer zahlreichen Ehrenämter.

Nur ein kleiner Ausschnitt: Unter anderem war Marga Kucher von 1980 bis 1989 Mitglied im Arbeitskreis der örtlichen wohlfahrtstreibenden Verbände; sie engagierte sich von 1980 bis 1984 und von 1989 bis 2008 im Beirat des Vereins „Evangelische Diakoniestation Mühlacker“. Von 1984 bis 1989 war sie Mitglied im Ausschuss für Bodenordnung. Dem Aufsichtsrat der Stadtwerke Mühlacker gehörte Marga Kucher mit Unterbrechungen von 1989 bis 2009 an. Sowohl der Krankenpflegeverein als auch der Eine-Welt-Laden profitierten von ihrem Einsatz – ebenso wie der Kreisseniorenrat.

Immer wieder machte sie unter anderem auch in Leserbriefen auf Hindernisse aufmerksam, mit denen ältere Menschen im Alltag zu kämpfen haben. „Sie sagen nicht, es müsste etwas getan werden, Sie tun es, und zwar still und leise“, hatte Wolf-Dieter Fuchslocher von der Mühlacker Bürgerstiftung das Wirken Marga Kuchers bei der Bürgerpreisverleihung auf den Punkt gebracht.

Auch die Kommunalpolitik wurde von Marga Kucher mitgeprägt. Im Sommer 2008 wurde sie aus dem Mühlacker Gemeinderat verabschiedet, dem sie ab dem 28. Oktober 1984 24 Jahre lang für die SPD-Fraktion angehört hatte. Von 1984 bis 1994 und von 1996 bis 2004 saß sie im Verwaltungsausschuss; dem Ausschuss für Umwelt und Technik gehörte sie von 1994 bis 1996 und von 2004 bis 2008 an. Für ihr Engagement wurde sie mit dem silbernen Verdienstabzeichen des Städtetags von Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet am Freitag, 26. Oktober, um 13 Uhr auf dem Friedhof St. Peter in Mühlacker statt. Die Angehörigen bitten, von Beileidsbezeigungen abzusehen. Ein Kondolenzbuch liegt auf.

(Mühlacker Tagblatt vom 22.10.2012, Foto: Archivfoto: Disselhoff)



300-Euro-Spende für die Bürgerstiftung

Dürrmenz-Bäcker Hans-Dieter Slobodkin (li.) überreicht symbolisch die Spende an Ursula Schaier von der Bürgerstiftung Mühlacker. Mit dabei Geschäftsführer Klaus Sämann (re.) und Bürgerstiftungs-Vorstandsmitglied Wolf-Dieter Fuchslocher. Foto: Franz

Mühlacker (gf). Die Bürgerstiftung Mühlacker wird sich mit einem nachhaltigen Projekt an der kleinen Gartenschau 2015 beteiligen, und zwar mit einem „Grünen Forum“. Dabei handelt es sich um ein kleines Atrium mit Sitzgelegenheiten im Bereich des Grünprojekts an der Enz. Einen finanziellen Beitrag für das Projekt haben jetzt das Kaufhaus Sämann und der Dürrmenz-Bäcker Hans-Dieter Slobodkin geleistet. Sie überreichten nach einer Brotaktion im Café 19 im Kaufhaus Sämann eine Spende in Höhe von 300 Euro für die Bürgerstiftung. Durch den Verkauf eines Jubiläumsbrotes, eines italienischen Landbrotes, im August spendeten Hans-Dieter Slobodkin und das Kaufhaus Sämann, das in diesem Jahr sein 90-jähriges Bestehen feiert, gemeinsam für jeden verkauften Laib einen Euro für die Bürgerstiftung. Gemeinsam nahmen die beiden Vorstandsmitglieder der Bürgerstiftung Mühlacker, Ursula Schaier und Wolf-Dieter Fuchslocher, im Beisein von Dürrmenz-Bäcker Slobodkin und Sämann-Geschäftsführer Klaus Sämann, die Spende entgegen. Die Vertreter der Bürgerstiftung bedankten sich für das finanzielle Engagement der beiden Unternehmer.

Mühlacker Tagblatt vom 05.10.2012, Text u. Foto: Gerhard Franz)



Bürgerstiftungunterstützt „Grünes Klassenzimmer“

Elser Gruppe beteiligt sich mit 1500-Euro-Spende am Projekt

Spende für gute Sache (v. li.): Wolf-Dieter Fuchslocher (Bürgerstiftung), Angelika und Hans-Ulrich Wetzel und Ursula Schaier (Bürgerstiftung). Franz

Mühlacker (gf). Eine Spende in Höhe von 1500 Euro haben Hans-Ulrich Wetzel und seine Frau Angelika an die Vorstandsmitglieder der Bürgerstiftung Mühlacker Ursula Schaier und Wolf-Dieter Fuchslocher überreicht. Das Geld soll für das Projekt „Grünes Klassenzimmer“ im Rahmen der kleinen Gartenschau 2015 verwendet werden, das die Bürgerstiftung fördert.

Wie Hans-Ulrich Wetzel, Geschäftsführer der Elser Gruppe, berichtete, habe das Unternehmen Ende Juli Freunde und Geschäftspartner zu einem Hoffest in die Buchhandlung Elser in der Bahnhofstraße eingeladen. Anlass sei die erfolgreiche Modernisierung der Buchhandlung Elser, verbunden mit einem grundlegenden Umbau, fünf Jahre zuvor gewesen. Außerdem sei der Bereich „Am Igelsbach“ und im hinteren Bereich der Bahnhofstraße inzwischen komplett neu gestaltet worden.

Die Gäste wurden gebeten, statt persönliche Geschenke zu übergeben, für die Bürgerstiftung zu spenden. Damit wolle die Elser Gruppe, so Hans-Ulrich Wetzel, die Anregung geben, die Bürgerstiftung und ihre vielfältige Arbeit zu unterstützen.

Im Namen der Stiftung bedankte sich Vorstandsmitglied Wolf-Dieter Fuchslocher für die Spende und das Engagement des Ehepaars Wetzel. „Ich hoffe, dass viele dieses gute Beispiel aufgreifen und so zum Erfolg der Bürgerstiftung beitragen.“

Mühlacker Tagblatt vom 19.09.2012, Text u. Foto: Gerhard Franz)



Brotverkauf hilft der Bürgerstiftung

Von jedem verkauften Laib wird ein Euro gespendet – Stiftung beteiligt sich am Grünprojekt

Startschuss zur Spendenaktion (v. li.): Bäckermeister Hans-Dieter Slobodkin, Bürgerstiftungs-Vorstandsmitglied Ursula Schaier und Bereichsleiter Steffen Vögele vom Kaufhaus Sämann. Franz

Mühlacker. Die Bürgerstiftung Mühlacker wird sich mit einem nachhaltigen Projekt an der der kleinen Gartenschau 2015 beteiligen, und zwar mit einem „Grünen Forum“. Dabei handelt es sich um ein kleines Atrium mit Sitzgelegenheiten im Bereich des Grünprojekts an der Enz.

Wie Ursula Schaier, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung, berichtete, seien die Planungen für das Atrium, die Architektin Tanja Gerst erstellt hat, bereits mit den Verantwortlichen der Stadt Mühlacker und der Planerin des Grünprojekts, Landschaftsarchitektin Elke Ukas, besprochen worden. Während der kleinen Gartenschau im Jahr 2015 soll vormittags das Atrium als „Grünes Klassenzimmer“ genutzt werden. Dabei wird ein Pädagoge mit Kindern naturkundlichen Themen besprechen. Nachmittags und abends soll der Bürgertreffpunkt dann für die unterschiedlichsten Veranstaltungen genutzt werden, beschreibt Ursula Schaier das Konzept.

Ein kleiner finanzieller Grundstock für das „Grüne Klassenzimmer“ wird mit dem Verkauf eines Jubiläums-Brotes durch den Dürrmenz-Bäcker gelegt, das in diesem Monat im Café 19 im Kaufhaus Sämann verkauft wird. Für jedes verkaufte Brot spenden Hans-Dieter Slobodkin und das Kaufhaus Sämann, das in diesem Jahr sein 90-jähriges Bestehen feiert, gemeinsam einen Euro für die Bürgerstiftung. Bei dem italienischen Landbrot, das mit Grieß und Olivenöl hergestellt wird, handelt es sich um ein Weizenmischbrot, erläutert Dürrmenz-Bäcker Slobodkin. Es passe besonders gut zur warmen Jahreszeit.

Mit der Übergabe an das Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung, Ursula Schaier, ist gestern der Startschuss für die Sonderaktion im Café 19 im Kaufhaus Sämann gefallen. Nur dort sei das Jubiläumsbrot ab sofort erhältlich, erklärte Bäckermeister Hans-Dieter Slobodkin.

(Mühlacker Tagblatt vom 01.08.2012, Text u. Foto: Gerhard Franz)



Vater der Bürgerstiftungen geht auf Radtour

Professor Dr. Christian Pfeiffer tritt gemeinsam mit Mühlacker Stiftungsmitgliedern in die Pedale und ist begeistert von der Strecke

Das sportliche Team der Bürgerstiftung (v. re.): Kurt Tassotti, Harald Schulzek, Ursula Schaier, Bürgermeister Winfried Abicht, Wolf-Dieter Fuchslocher, Herta Gutmann, Professor Dr. Christian Pfeiffer, ein Mitradler, Pfeiffers Begleiter Peter Windmüller und ein weiterer Mitradler.

Mühlacker. Mühlacker. „Treffpunkt Pfingstsamstag 11 Uhr bei der Musikschule Gutmann“ hatten Mitglieder der Bürgerstiftung Mühlacker bei der radelnden Senderstädter Bevölkerung um rege Teilnahme geworben. Der Anlass des Treffens war ein besonderer. Als Gast wurde Professor Dr. Christian Pfeiffer, von Beruf Kriminologe und Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, erwartet. Er hatte vor 15 Jahren in Hannover die erste Bürgerstiftung in Deutschland gegründet und war nun per Fahrrad im April in Wismar zu einer Deutschlandtour gestartet, um unterwegs nachhaltig zugunsten von Bürgerstiftungen zu werben. Über drei Dutzend will er besucht haben, ehe er Anfang Juni sein Endziel München erreicht.

Seine Idee ist, dass auf den etwa 40 Etappen viele Bürger mitradeln, diese dafür ein kleines Startgeld entrichten, das dann den angesteuerten Bürgerstiftungen für ihre Projekte zugute kommen soll.

„Vorbild waren für mich die in den USA erfolgreichen Community Foundations“, berichtete Pfeiffer in einer kurzen Ansprache. „Bei der Stiftungsgründung in Hannover hatten 31 Personen 151000 DM aufgebracht, andere packen als ehrenamtliche Helfer bei Projekten mit an. Bürgerstiftungen sind eine neue Form bürgerschaftlichen Engagements. Dort, wo Staat und Kommune es allein nicht mehr schaffen, werden Bürgerstiftungen tätig, vor allem im Bereich Jugend, Kultur, Soziales und Umwelt. Dazu brauchen wir die Ideenreichen, die Zeitreichen und die Geldreichen. In 320 Städten und Landkreisen haben sich inzwischen 18000 Bürger in solchen Stiftungen zusammengeschlossen mit Kapitalkonten von insgesamt über 200 Millionen Euro und 12000 ehrenamtlichen Helfern. Sehen Sie es als eine konstruktive Form von Politikverdrossenheit. Das Jammern über einen schwachen Staat und dumme Politik bringt nichts.“

Pfeiffer berichtete über erfolgreiche Projekte von verschiedenen Bürgerstiftungen auf ganz unterschiedlichen Gebieten. „Hartz IV-Empfänger können in Wismar Stifter werden, wenn sie fünf Jahre lang monatlich zehn Euro an die Stiftung zahlen. Und die wissen, wo bei Armut Hilfe nötig ist. In Hannover ist MUPA erfolgreich. Musikpatenschaften ermöglichen es bedürftigen Kindern, ein Instrument zu lernen.“

Ähnliches könnte es demnächst auch in Mühlacker geben. Kurt Tassotti stiftete ein Knopfakkordeon, und vielleicht findet sich ein Kind, das dieses Instrument gerne lernen würde, aber dessen Eltern den Musikunterricht nicht bezahlen können. „Mit warmer Hand geben ist besser als mit kalter. Es ist endlos, was Bürgerstiftungen erreichen können“, sagte der Professor.

„Und es ist mehr als ein Glück für die Stadt, eine Bürgerstiftung zu haben“, stellte Bürgermeister Winfried Abicht fest. „Im Kleinen wirken, aber damit Großes schaffen.“ Teilweise hätten Bürgerstiftungen in sozialen Bereichen die Rolle der Kirchen übernommen, „aber ohne Ideologie und für alle offen.“

Doch kein Start ohne ein kräftiges Frühstück, zu dem Ursula Schaier von der Bürgerstiftung Mühlacker eingeladen hatte. Mitglieder und Helfer hatten es bei den sommerlichen Temperaturen im Freien vorbereitet und sorgten für Speis und Trank.

„Bürger bewegen – deutschlandweit“ lautet das Motto, unter dem Pfeiffer unterwegs ist. Ab Hamburg hat er einen ständigen Begleiter, Peter Windmüller, der sich ihm angeschlossen hat. Ansonsten hat er wechselnde Gesellschaft. Wo er aufbricht, begleitet ihn eine ortsansässige Gruppe, und auf der Hälfte der Strecke kommen ihm Radler vom nächsten Zielort entgegen. Zumindest ist es so geplant. Die Mühlacker Radler fuhren bis Bietigheim mit.

In Bietigheim übergaben pünktlich um 16 Uhr – trotz einer kleinen Reifenpanne bei Oberriexingen – die Mühlacker Radfahrer Professor Pfeiffer an die Winnender „Stiftung gegen Gewalt“. Sehr herzlich wurde der Mühlacker Fahrradtross empfangen, und bei einer Getränkepause wurden interessante Gedanken mit der Winnender Stiftung ausgetauscht. Ein kurzer Abstecher zum Schloss Mühlhausen und die zufällige Begegnung mit den Eheleuten Berndt und Wendelgard von Staden am Leinfelder Hof bei Enzweihingen hinterließen neben den Naturschönheiten des Enztales besondere Eindrücke bei den Gästen auf dieser Etappe ihrer Deutschlandtour. So resümierte Christian Pfeiffer in Bietigheim: „Das war bis jetzt meine schönste Strecke.“

(Mühlacker Tagblatt vom 29. Mai 2012, Eva Filitz)



Bürger stiften Grün für die Stadt

Ortstermin in Dürrmenz – Namensschilder erinnern an die Spender der Bäume

Mehr Grün für die Stadt (v. li.): Christoph Meyer (Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder), Selma Özer (Herz-Apotheke), Ursula Schaier von der Bürgerstiftung, Valerie Wolf, Inga Gallob vom Umwelt- und Tiefbauamt der Stadt, Erika Gerlach, Bertram Schaier, Eric Großmann von der Volksbank, Hans Huber (Naturfreunde Enzberg) und Wolf-Dieter Fuchslocher (Bürgerstiftung).Mühlacker. Namensschildchen sollen an die Stifter von 14 „Bürger-Bäumen“ erinnern. Ursula Schaier von der Bürgerstiftung Mühlacker hatte zu einem kleinen „Stifter-Treffen“ an einer Zierbirne in der Dürrmenzer Brunnengasse eingeladen.

Stellvertretend für alle Stifter griff Christoph Meyer vom Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) zu Hammer und Nägeln. „Gestiftet von Verband christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder Stamm Henri Arnaud“ ist auf dem kleinen Hinweisschild zu lesen, das am Korsett des Baumes prangt. Mit dabei war beim Ortstermin auch Eric Großmann von der Volksbank Mühlacker, die, wie berichtet, Initiator des Grünprojekts war und der Bürgerstiftung in diesem Frühjahr 14 Bäume gespendet hatte.

Mit 200 Euro pro Baum konnten sich die Bürger als Stifter einbringen. Irmgard Dörflinger, der Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder Stamm Henri Arnaud, die Familie Valerie und Julian Wolf und die Herz-Apotheke stifteten vier Zierbirnen für die Brunnengasse, die Naturfreunde Enzberg und das Autozentrum Enzberg zwei Kastanien für den Parkplatz am Enzberger Friedhof, Erika Gerlach, die Firma Geissel und Auto Stiefel je einen Bergahorn im Lienzinger Brühlgebiet an der B  35, Georg und Christina Henle eine Esche und Dr. Johannes Bastian und Christiane Bastian-Engelbert sowie Werner und Marlene Gann je einen Baumhasel für den Spielplatz Austraße in Lomersheim, die Elser Gruppe und das Mühlacker Tagblatt einen Bergahorn für den Spielplatz in der Ernst-Händle-Straße, die Bertram und Ursula Schaier Stiftung eine Kegelakazie für die Uhlandstraße. Sie alle sind Stifter der Bäume und keine Paten. Mit einer Patenschaft wäre auch die Baumpflege verbunden gewesen. Dass das neue Grün gedeiht, dafür sorgen die städtischen Gärtner, die auch die fünf bis sechs Meter hohen Bäume angepflanzt hatten.

(Mühlacker Tagblatt vom 19. Mai 2012, Text u. Foto Eva Filitz)



14 Bäume verschönern das Stadtbild

Bürgerstiftung Mühlacker sucht noch Paten für Neupflanzungen

Eric Großmann (Volksbank), Wolf-Dieter Fuchslocher, Ursula Schaier (Bürgerstiftung), Inga Gallob (Umwelt- und Tiefbauamt ), Voba-Vorstandsmitglied Fritz Schäfer und Voba-Marketingleiter Ulf Lauche (v. li.). FilitzMühlacker (fi). Nachhaltigkeit ist das Gebot der Stunde. Für die Volksbank in Mühlacker kein Slogan, sondern Verpflichtung. Am „Tag der Nachhaltigkeit“ am 21. April möchte die Geschäftsleitung ein bleibendes Zeichen setzen. Marketingleiter Ulf Lauche hatte keine zündende, dafür aber die passende grüne Idee. „Wir stiften Bäume, die das Mühlacker Stadtbild verschönern, die Luft verbessern und deren Anblick Freude bereitet.“

Nun sind Banker nicht unbedingt Gärtner, es sollte ja auch nicht nur ein einziges kleines Bäumchen sein. Wen könnte man mit ins Boot holen? Die Bürgerstiftung Mühlacker erwies sich als perfekter Partner für das Unternehmen. Und das Umwelt- und Tiefbauamt der Stadt Mühlacker ist der Dritte im Bunde. Jetzt ist das Vorhaben in trockenen Tüchern: 14 Bäume spendet die Volksbank Pforzheim der Bürgerstiftung. Diese sucht für 200 Euro pro Baum jetzt „Stifter“. Die Mitarbeiter der Stadtgärtnerei pflanzen und pflegen den grünen Neuzugang. Und 14 Bürger der Stadt können sagen: „Schaut her, das ist meiner.“ Ein Täfelchen mit dem Namen des Baumfreundes wird der „Zögling“ sicherlich mit Stolz tragen. Nur noch zwölf Bäume sind zu haben. Die Ursula und Bertram-Schaier-Stiftung und die Elser Gruppe/Mühlacker Tagblatt haben bereits je einen für sich reserviert. Aber noch kann gewählt werden zwischen Bergahorn am Spielplatz Ernst-Händle-Straße, Esche und Baumhasel am Spielplatz Austraße in Lomersheim, Feldahorn im Lienzinger Brühlgebiet an der B 35, Kastanien am Parkplatz des Enzberger Friedhofs, Zierbirnen in der Dürrmenzer Brunnengasse und Akazie in der Uhlandstraße. Die jungen Bäume sind circa drei Meter hoch und geben optisch schon ein gutes Bild ab. Wie lebendig und liebenswert Bäume eine Stadt machen können, beweisen die Zierkirschen, die, von Mauern umgeben, im Innenhof des neuen Seniorenheims und dem benachbarten Volksbank-Gebäude zurzeit in voller Blüte stehen.

Die ersten Bäume, vier Zierbirnen, werden bereits am kommenden Montag in der Brunnengasse gepflanzt.

Wer sich schnell entscheidet, Baumfreund zu werden, kann dabei sein. Ein verbindlicher Anruf bei der Bürgerstiftung unter Telefon 07041/899 870 oder unter Kontakt per E-mail info@buergerstiftung-muehlacker.de genügt.

(Mühlacker Tagblatt vom 31. März 2012, Text u. Foto: Filitz)



Die stillen Helden rücken in den Fokus

Bürgerstiftung Mühlacker schreibt erneut Bürgerpreis aus – Verleihung am 18. Mai in der Historischen Kelter

Die Anstecknadel liegt schon bereit. Wer sich allerdings das Schmuckstück als zweiter Träger des von der Bürgerstiftung Mühlacker verliehenen Bürgerpreises am 18. Mai ans Revers heften darf, steht noch in den Sternen. Die Initiatoren hoffen auf vielfältige Vorschläge.

Wolf-Dieter Fuchslocher und Ursula Schaier präsentieren die Ehrennadel, die dem Gewinner des Bürgerpreises neben einer Urkunde und einem Preisgeld von 500 Euro winkt.MÜHLACKER. „Wir wünschen uns einen weiteren Schub von der Preisverleihung“, blickt Vorstandsmitglied Wolf-Dieter Fuchslocher auf den 18. Mai, 19 Uhr, voraus, wenn in der Historischen Kelter nach einem Grußwort des Mühlacker Bürgermeisters Winfried Abicht und einem Vortrag des Maulbronner Ephorus’ Tobias Küenzlen im Rahmen einer für alle Interessierten offenen Veranstaltung der Gewinner gekürt wird. Der Dürrmenzer Siegfried Seiter war im vergangenen Jahr als erster Träger des damals neu geschaffenen Preises für sein breitgefächertes ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet worden – mit Anstecknadel, Urkunde und einem Scheck über 500 Euro. Gleiches winkt auch demjenigen, der bei der zweiten Auflage das Rennen macht.

Das aus Spendenbeträgen finanzierte Preisgeld „ist für soziale Zwecke gedacht“, betont Ursula Schaier vom Vorstand der Bürgerstiftung. Als Preisträger infrage kämen alle Menschen oder auch Institutionen aus Mühlacker und den Stadtteilen, „die sich hier vor Ort unentgeltlich und ehrenamtlich sozial engagieren“, benennt Wolf-Dieter Fuchslocher den Kandidaten-Pool. An Potenzial mangele es in der Stadt nicht, unterstreicht Ursula Schaier, die auf reichlich Vorschläge aus der Bevölkerung hofft. „Wir sind in alle Richtungen offen“, verweist sie auf die Einsendungen des vergangenen Jahres, die schon damals eine breite Palette der Möglichkeiten, sich für andere einzusetzen, widergespiegelt hätten. Ob jung, ob alt, ob erfahrener Helfer oder frisch begeisterter Ehrenamtlicher – die Jury, der die drei Vorstands- und acht Stiftungsratsmitglieder angehören, freue sich geradezu auf die Qual der Wahl. Ziel der Aktion sei, die wertvolle Arbeit jener häufig stillen Menschen in den Mittelpunkt zu rücken, die der Gesellschaft Zeit und Kraft schenkten, ohne sich deshalb ins Rampenlicht zu drängen. „Wer mögliche Kandidaten kennt, sollte nicht zögern, sich an uns zu wenden“, lautet der Appell der Vorstandsmitglieder, die darauf hoffen, dass das Beispiel der von nun an jährlich ermittelten Preisträger anderen als Ansporn dienen könnte.

Doch auch die Bürgerstiftung selbst profitiere: Die durchweg positive Resonanz auf die Premiere im vergangenen Jahr habe die junge Institution noch bekannter gemacht. Viele Spender unterstützten die Initiativen der Bürgerstiftung, die, wie Ursula Schaier und Wolf-Dieter Fuchslocher berichten, mittlerweile 50 Stifter zählt und wohl in absehbarer Zeit die Kapital-Schallmauer von 100.000 Euro durchbrechen wird. Spenden und Zinserträge ermöglichten es der Stiftung, im Mühlacker Stadtgebiet dort zu helfen, wo niemand sonst helfe. Geld fließe zum einen im Einzelfall, wo sich ein konkreter, nicht von anderen Stellen abzudeckender Bedarf abzeichne. Zum anderen fördere die Bürgerstiftung größere Projekte oder stelle selbst Aktionen auf die Beine – etwa im Mai, wenn ein sportbegeisterter Professor auf seiner Fahrradtour, die ihn von Norddeutschland aus zu 30 verschiedenen Bürgerstiftungen führt, auch Station in Mühlacker machen wird.

Einen Glanzpunkt der Aktivitäten soll freilich die Bürgerpreisverleihung am 18. Mai darstellen. Die Vorfreude sei bei allen Beteiligten groß, sagt Ursula Schaier. Doch Highlights biete ihr persönlich die Arbeit der Bürgerstiftung auch abseits feierlicher Abendveranstaltungen. Einer alten Dame, die lediglich Hausschuhe besessen habe, schnell und unbürokratisch zu einem neuen Paar Schuhe verholfen zu haben, stelle einen unschätzbar wertvollen emotionalen Moment dar.

Einen wertvollen Moment wird in der Historischen Kelter auch der zweite Träger des Bürgerpreises erleben. Die verdiente Aufmerksamkeit ist ihm gewiss – und die Anstecknadel auch.
  • Bis zum 31. März können Vorschläge an die Mühlacker Bürgerstiftung, Friedrichstraße 24 in 75417 Mühlacker, gerichtet werden. Auch Einsendungen per E-Mail an info@buergerstiftung-muehlacker.de sind willkommen. Die Vorschläge sollten eine kurze Begründung enthalten. Eigenbewerbungen sind nicht möglich.
(Mühlacker Tagblatt vom 11. Februar 2012, Text u. Foto: Carolin Becker)

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