Headerbild

Aus der Presse (2011)

Kolossale Idee für das Grünprojekt

Volksbank unterstützt die Mühlacker Bürgerstiftung mit einer 5000-Euro-Spende

Ursula Schaier von der Bürgerstiftung erhält von Volksbank-Vorstand Fritz Schäfer (vorne) eine Spende von 5000 Euro, die dem Grünprojekt 2015 zugutekommt. Darüber freuen sich auch (hinten v. re.) Dekan Ulf van Luijk (Bürgerstiftung), Eric Großmann (Volksbank-Regionalleiter), Ulf Lauche (Volksbank-Bereichsleiter) und Wolf-Dieter Fuchslocher (Bürgerstiftung).

Ideen für die kleine Gartenschau sind keine Mangelware. Um diese auch ganz real zum Blühen zu bringen, hat die Volksbank Pforzheim jetzt für einen warmen Geldregen gesorgt.
Mühlacker. Nachhaltig zu arbeiten, ist den Mitgliedern der Bürgerstiftung Mühlacker wichtig – auch im Hinblick auf das Grünprojekt, das 2015 in Mühlacker stattfindet. Die Volksbank Pforzheim unterstützt die Bemühungen mit einer Spende von 5000 Euro.
„Das Geld soll ein Grundstock sein“, sagte Fritz Schäfer, Vorstandsmitglied der Volksbank Pforzheim, gestern bei der Spendenübergabe in der Volksbank-Filiale Mühlacker. Als Gründungsmitglied der Bürgerstiftung Mühlacker hob er die Bedeutung des für 2015 in Mühlacker geplanten Grünprojekts vor.
„Wir haben Ideen ohne Ende“, betonte das Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Ursula Schaier. Rund 50.000 Euro seien nötig, um eine dieser Ideen umzusetzen, erläuterte sie. Eine Fläche solle so gestaltet werden, dass sie für den Schulunterricht im Sinne eines „grünen Klassenzimmers“, aber auch für Theater- oder Musikveranstaltungen genutzt werden kann. Als „Kleines Colosseum“ bezeichnete Ursula Schaier das Projekt. Die Idee werde derzeit noch mit der Stadt Mühlacker abgestimmt. Außerdem suche die Bürgerstiftung einen Betreiber für ein solches Vorhaben.
Der evangelische Dekan Ulf van Luijk betonte als Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung, dass beim Projekt nachhaltiges Arbeiten im Vordergrund stehe. Die Stadt und ihre Bevölkerung sollen langfristig von der Investition profitieren.

(Mühlacker Tagblatt vom 14. Dezember 2011, Text u. Foto: Volker Henkel / Fotomoment)



Herzapotheke spendet an Tafelladen und Bürgerstiftung

Herzapotheke spendet an Tafelladen und Bürgerstiftung

Mühlacker (ra) Die Herzapotheke hat ein Herz für die Mühlacker Tafel und die Bürgerstiftung. Beim Martinimarkt boten Selma und Hasan Ali Özer am Samstag ein Gesundheitsmobil an, und 65 Martinimarkt-Besucher ließen sich ihre Cholesterin- und Leberwerte ermitteln, ihre Venenfunktion und Knochendichte messen oder sich auf HbA1c testen. Von den Gebühren für die Messungen ging jeweils ein Euro an Tafelladen oder Bürgerstiftung. Am Marktsonntag servierten die Mitarbeiterinnen der Herzapotheke vitaminreiche Säfte im "Vitagarten", Auch diese Einnahmen kamen den beiden sozialen Einrichtungen zugute. Dieser Tage übergaben die Inhaber der Herzapotheke die Spendenschecks zu jeweils 150 Euro. Unser Bild zeigt Selma (Mitte) und Hasan Ali Özer (r.) zusammen mit Wolf-Dieter Fuchslocher und Ursula Schaier von der Bürgerstiftung und der ehrenamtlichen Geschäftsführerin des Tafelladens, Erika van Lujik (v. l.) Foto: Appich

(Mühlacker Rundschau vom 17. November 2011, Text u. Foto: Appich)



Joachim Baensch (2. v. re.) und die Vorstandsmitglieder Wolf-Dieter Fuchslocher und Ursula Schaier übergeben 100 Karten an Erika van Lujik vom Tafelladen. Foto: Appich

Kinogutscheine für Kinder der Tafelladen-Familien

MÜHLACKER (ra). Bei Familien, die gezwungen sind, im Tafelladen einzukaufen, ist das Geld für einen Kinobesuch knapp. Für 100 Kinder aus den bedürftigen Familien erfüllt sich demnächst dennoch der Wunsch nach einem Kinobesuch: Sie erhalten je einen Gutschein für ein Kinoerlebnis mit einem Film ihrer Wahl im Scala-Filmtheater.
„Die Bürgerstiftung hat 90 der Karten spendiert“, berichtete Ursula Schaier vom Vorstand. Zehn weitere Gutscheine stiftete Scala-Inhaber Joachim Baensch. Schon im vergangenen Jahr hatten die Bürgerstiftung und der Betreiber des Filmtheaters 100 Kinder in der Vorweihnachtszeit in dieser Form beschert.

(Mühlacker Tagblatt vom 15. November 2011, Text u. Foto: Appich)



ahg Mühlacker unterstützt die Arbeit der Bürgerstiftung

ahg Mühlacker unterstützt die Arbeit der Bürgerstiftung

Mühlacker (eld) – Mit einer Spende über 350 Euro unterstützt die ahg Mühlacker die Arbeit der Bürgerstiftung Mühlacker. Jochen Staib, Filialleiter des BMW-Vertragshändlers in der Vetterstraße 27, überreichte am Montag die Summe, die bei einem zünftigen Oktoberfest mit Weißwürsten, Bier und Almdudler im Autohaus erzielt worden war. Anlass war die Präsentation des neuen BMW 1er. „Wir freuen uns, wenn die örtlichen Händler bei ihren Aktionen an uns denken“, freuten sich Wolf-Dieter Fuchslocher und Ursula Schaier vom Vorstand der Bürgerstiftung, die gemeinsam die Spende im Autohaus entgegennahmen. Die ahg gehört zu den Mühlacker Gründungsstiftern. Unser Bild zeigt Ursula Schaier, Wolf-Dieter Fuchslocher (M.) und Jochen Staib.

(Rundschau Mühlacker vom 29. September 2011, eld, Foto: Stahlfeld)


Ideen für das Grünprojekt noch grün hinter den Ohren

Eine positive Bilanz konnte die Vorstandschaft der Bürgerstiftung Mühlacker beim Stiftungsforum im Hotel „Scharfes Eck“ auf den Tisch legen. Auch neue Pläne werden unter dem „Gemeinsam mehr erreichen“-Leitmotiv schon geschmiedet.

Ein eingespieltes Trio sind die Vorstände der Bürgerstiftung Wolf-Dieter Fuchslocher, Ursula Schaier und Ulf van Luijk (von links)„Einander achten. Miteinander gestalten. Füreinander einstehen“, so das Motto, unter dem seit über zwei Jahren die Bürgerstiftung der Senderstadt für Aufmerksamkeit sorgt. Im Mittelpunkt des Tuns steht die Förderung von Vorhaben, die im Interesse der Stadt und ihrer Bürger liegen. „Sie sind noch zu grün, aber viele Köpfe denken mit“, beschreiben die Vorstände Ursula Schaier, Wolf-Dieter Fuchslocher und Ulf van Luijk die ersten Ideen, die Bürgerstiftung beim „Grünprojekt 2015“ möglichst nachhaltig einzubringen. Recht bald sollen den Stiftern Vorschläge unterbreitet werden, um anschließend dem Gemeinderat ein klares Konzept vorlegen zu können. Bis es allerdings so weit ist, wollen die mittlerweile 50 Stifter ihre bislang erfolgreiche Arbeit auch weiterhin fortsetzen. Schließlich hat sich die erste Treuhandstiftung unter dem Dach der Bürgerstiftung mehr als bewährt und so sollen mit den Erfahrungen willige Nachahmer motiviert werden.

Bürgerpreis ist ein Erfolg

Als eine echte Erfolgsgeschichte ist die erste Bürgerpreisverleihung in die junge Stiftungshistorie eingegangen, da trotz großen Aufwandes kaum Kosten entstanden sind. So steht die Stiftung auch bei den Finanzen auf festen Füßen und es konnte ohne Verwaltungskosten schon eine gute Rücklage gebildet werden.

Zudem engagiert sich die Bürgerstiftung auch in diesem Jahr beim Senderstädter Kinderferienprogramm.

(Pforzheimer Zeitung vom 23.07.2011, Text u. Foto: Michael Block)


Besondere Gäste im Café 19

Besondere Gäste

Mühlacker (vh). Das Café 19 im Kaufhaus Sämann in Mühlackers Fußgängerzone war gestern auch am Feiertag geöffnet – allerdings nur für die Bewohner des Altenzentrums St. Franziskus. Die Bürgerstiftung Mühlacker und Dürrmenz-Bäcker Hans-Dieter Slobodkin boten den Senioren eine nette Abwechslung vom Alltag bei Würstchen und einem Schwarzwälder-Kirsch-Nachtisch. Bis in den Nachmittag saßen die rund 40 Gäste gemütlich beisammen. Als Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Mühlacker bewirtete Ursula Schaier mit ihrem und dem Team von Hans-Dieter Slobodkin die Teilnehmer. Für den Leiter des Altenzentrums St. Franziskus, Markus Schellinger, eine schöne Aktion: „Das macht Freude.“ Foto: Fotomoment

(Mühlacker Tagblatt vom 24. Juni 2011, vh, Foto: Fotomoment)


Auf diesen Mann ist Verlass

Siegfried Seiter aus Dürrmenz erhält den erstmals vergebenen Bürgerpreis der Bürgerstiftung Mühlacker verliehen.

Anerkennung: Siegfried Seiter (Mitte) nimmt in der Kelter den erstmals verliehenen Bürgerpreis der Bürgerstiftung entgegen. Überreicht wird er von den Vorstandsmitgliedern der Bürgerstiftung Mühlacker, Ursula Schaier und Wolf-Dieter Fuchslocher„Zuwendung ist besser als Therapie“: Ein schönes Zitat von Siegfried Seiter, und dennoch: Der Dürrmenzer ist kein Freund großer Worte, sondern kümmert sich – um einen Todkranken, um alte Menschen, um Kinder und Familien. Für sein soziales Engagement wurde der 72-Jährige am Abend mit dem erstmals vergebenen Bürgerpreis der Bürgerstiftung Mühlacker geehrt.

Mühlacker. Der Preisträger, so die Meinung der Jury, investiert viel –  vor allem Zeit. „Zeit, still zuzuhören, Zeit, um Mut zu machen, Zeit, um zu helfen“, fasste in seiner Laudatio Wolf-Dieter Fuchslocher als Vertreter des dreiköpfigen Stiftungsvorstands zusammen. „Zeit, die Herr Seiter neun Monate lang als Sterbebegleiter einem Menschen und seiner Familie schenkte, die ihm zuvor völlig unbekannt waren. Zeit, die Herr Seiter einem schwer an Parkinson und Demenz erkrankten Menschen schenkt, indem er mit ihm spazieren geht oder Gesellschaftsspiele macht. Zeit, die Herr Seiter seit Jahren unserer Zukunft, den Kindern, schenkt.“

Beistand in schweren Stunden, praktische Nachbarschafts- und Lebenshilfe, Hausaufgabenbetreuung im Mehrgenerationenhaus – Siegfried Seiter, der als gebürtiger Vaihinger 1950 mit den Eltern und drei Geschwistern nach Mühlacker kam und mit seinem Bruder bis 2002 die elterliche Bäckerei in der Uhlandstraße betrieb, zeigt überall dort Präsenz, wo Not am Mann und Unterstützung gefragt ist. Er ist Mitinitiator des Projekts „Mühlacker Maultässle“, das seit 2009 monatlich in der evangelisch-methodistischen Kirche in Dürrmenz einen preiswerten Mittagstisch und einen Ort der Begegnung für Menschen aller Altersgruppen, Konfessionen und Nationalitäten anbietet. „Herr Seiter verkörpert das Verlässliche“, sagte Wolf-Dieter Fuchslocher, „er ist zur Stelle ohne Wenn und Aber, ob Sonne oder Regen.“

Hinter allem praktischen Einsatz, der viel menschliche Wärme und Zuneigung erkennbar mache, stehe der Gedanke der Solidarität und der christlichen Nächstenliebe. So übernahm der 72-Jährige, der selbst vier erwachsene Kinder und sieben Enkel hat, für eine alleinerziehende Mutter, damit sie den Lebensunterhalt verdienen konnte, kurzerhand halbtags die Kinderbetreuung.

„Einander achten – Miteinander gestalten – Füreinander einstehen“: Auch wenn der Preisträger selbst, wie Fuchslocher durchblicken ließ, „nichts an die große Glocke hängen will“, verkörpert er geradezu in vorbildlicher Weise den Leitgedanken der Bürgerstiftung Mühlacker, die mit ihrem Bürgerpreis beispielhaftes Engagement würdigen will. Unter einer Vielzahl von Vorschlägen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Ehrenamts – Einzelpersonen, Vereinen, Institutionen und Initiativen – entschieden sich Vorstand und Stiftungsrat für Siegfried Seiter, der sich schon früh in der Kirche engagierte und bis heute Kinder- und Jugendfreizeiten betreut, als ersten Träger des mit 500 Euro dotierten Bürgerpreises, der in Form einer exklusiven Ehrennadel verliehen wird.

„Ich war sehr überrascht“, bekannte Seiter, „und freue mich natürlich.“ Er nehme die Auszeichnung stellvertretend für alle anderen ehrenamtlichen Helfer und Mitarbeiter entgegen, die sich auf vielen Gebieten engagierten, erklärte er gegenüber unserer Zeitung. „Wahrscheinlich gibt es Menschen, die es eher verdient hätten.“

„Sie sind einer der stillen Helden in unserer Stadt“
Oberbürgermeister Frank Schneider zu Preisträger Siegfried Seiter

Beim Empfang in der Kelter, der vom Mühlacker Gymnasiasten Yannis Haug-Jurgan am Marimbaphon musikalisch umrahmt wurde, hob Irene Armbruster von der Geschäftsleitung der Breuninger Stiftung die Bedeutung des neuen Bürgerpreises als Zeichen der Wertschätzung für die ehrenamtliche Arbeit hervor. Außerdem listete sie die vier wichtigsten Eigenschaften auf, die ihrer Erfahrung nach ein Ehrenamtlicher mitbringen muss: Geduld, die letztlich belohnt werde, Durchhaltevermögen – auch im Umgang mit Behörden und Verwaltungen –, Leidenschaft, um das Ehrenamt positiv zu vertreten, und Empathie, die Fähigkeit, die Menschen zu lieben.

Oberbürgermeister Frank Schneider erinnerte an die lange Tradition der Stiftungen in Mühlacker bis zurück zum Klostergründer Walther von Lomersheim und bezeichnete die noch junge Bürgerstiftung als „idealen Partner für die Stadt“, der es häufig an den notwendigen Mitteln für zusätzliche Hilfsangebote fehle. Den Preisträger Siegfried Seiter, dem Schneider im Namen der Stadt dankte, bezeichnete der Rathauschef als „einen der stillen Helden“ und als „segensreiche helfende Hand“.

Die 500 Euro, die mit dem Bürgerpreis verbunden sind und jeweils von Sponsoren zur Verfügung gestellt werden, hat Siegfried Seiter bereits verplant – natürlich für einen guten Zweck. Ein Teil des Geldes fließe in das Projekt „Maultässle“, der Rest gehe an die Kinderbetreuung im Mehrgenerationenhaus Mühlacker, kündigte er unter dem Beifall der Gäste an.

„Nur 50 Euro behalte ich für mich“, verriet er schmunzelnd. Für ein schönes gemeinsames Essen mit Ehefrau Elsbeth.

(Mühlacker Tagblatt vom 21. Mai 2011, Text und Foto: Thomas Eier)


Neuer Bürgerpreis würdigt Ehrenamt

Bürgerstiftung Mühlacker lobt Preis aus – Kandidaten können ab sofort vorgeschlagen werden – Preisverleihung am 20. Mai

Ursula Schaier und Wolf-Dieter Fuchslocher vom Vorstand der Bürgerstiftung mit den Ehrennadeln für den Bürgerpreis, die aus dem Atelier des Künstlers Albrecht Münzmay stammen.Ehrenamtliches Engagement möchte die Bürgerstiftung Mühlacker noch mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Deshalb lobt sie in diesem Jahr erstmals einen Bürgerpreis aus.

„Wir wollen nicht nur Einzelprojekte fördern und Menschen in Notlagen helfen, denen sonst niemand hilft“, erklärt Ursula Schaier vom Vorstand der Bürgerstiftung. „Wir wollen auch das bürgerschaftliche Engagement stärken und Menschen mit den unterschiedlichsten religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen zusammenbringen.“ Vor diesem Hintergrund seien Stiftungsrat und Vorstand der Bürgerstiftung auf die Idee gekommen, einen Bürgerpreis auszuloben, der den freiwilligen und selbstlosen Einsatz für das Gemeinwohl würdigt. Neben Einzelpersonen kämen auch Verbände, Vereine und Initiativen für den Bürgerpreis infrage, erklärt Wolf-Dieter Fuchslocher vom Vorstand der Stiftung. Sei es der Jugendtrainer, der sich seit Jahren für den Nachwuchs engagiert, oder Menschen, die anderen im Rahmen des Hospizdienstes andere auf ihrem letzten Weg begleiten, ehrenamtliche Stadtführer oder die Scherbabuzzer von der Löffelstelz, die ihre Heimat anderen näher bringen – dem Personenkreis, der für den Bürgerpreis vorgeschlagen werden kann, sind kaum Grenzen gesetzt. Einzige Voraussetzung: Die Aspiranten für den Bürgerpreis sollen sich mindestens drei Jahren ohne direktes Eigeninteresse unentgeltlich für das Gemeinwohl engagieren.

 Alle Bürger sind ab sofort aufgerufen, Vorschläge für Bürgerpreis-Kandidaten in der Geschäftsstelle der Bürgerstiftung an der Friedrichstraße 24 in Mühlacker einzureichen“, sagt Ursula Schaier. Die Vorschläge sollten kurz begründet sein. Die Nominierungsfrist endet am 21. April, weil schon am 20. Mai der Bürgerpreis im Rahmen einer Feierstunde in der Mühlacker Kelter verliehen werden soll. Wer den neuen Preis letzten Endes bekommt, würde der Stiftungsrat gemeinsam mit dem Vorstand der Bürgerstiftung entscheiden, erklärt Ursula Schaier.

Wenn der Staat nicht mehr hilft, kann die Bürgerstiftung in die Bresche springen

Der Bürgerpreis soll keine Eintagsfliege sein“, betonen Ursula Schaier und Wolf-Dieter Fuchslocher, „sondern in Zukunft jährlich verliehen werden.“ Deshalb habe der Künstler Albrecht Münzmay gleich mehrere Bürgerpreis-Ehrennadeln angefertigt. Die Auszeichnung ist zudem mit einem Preisgeld von 500 Euro verbunden. „Es wird nicht aus den Kapitalerträgen der Bürgerstiftung bezahlt“, stellt Ursula Schaier klar. „Wir suchen Sponsoren für das Preisgeld.“ In diesem Jahr kommt das Preisgeld von den Mühlacker Pfadfindern [Pfadfinderstamm "Henri Arnaud" der evangelischen Paul-Gerhard-Gemeinde]. Dass sich auch schon Sponsoren bereit erklärt haben, das Preisgeld für den Bürgerpreis 2012 zu übernehmen, freut Fuchslocher ganz besonders. Schließlich sei dies auch ein Zeichen dafür, dass die Bürgerpreis-Idee auf fruchtbaren Boden fällt. „Wir wollen mit dem Preis nicht nur ehrenamtliche Tätigkeit würdigen, sondern auch Anregungen geben und andere Menschen ermutigen, sich selbst im Sinne des bürgerschaftlichen Engagements einzubringen“, hofft Schaier, dass der Preis eine Art Leuchtturmfunktion haben könnte, der Signale in die Gesellschaft sendet.

Dass der Staat alleine nicht das für den Zusammenhalt der Gesellschaft unerlässliche Miteinander schaffen kann, war auch die Einsicht und der Grundgedanke, der im Mai 2009 schließlich in der Gründungsversammlung für die Bürgerstiftung gipfelte. „Es gibt momentan 45 Stifter, die mindestens 1000 Euro für die Bürgerstiftung gegeben haben“, berichtet Ursula Schaier. Hinzu kommen zahlreiche kleinere Einzelspenden, die entweder in das Grundkapital der Bürgerstiftung fließen oder projektgebunden verwendet werden. „Das Kapital der Bürgerstiftung beträgt derzeit rund 60000 Euro, das mündelsicher angelegt wird“, erklärt Fuchslocher. Nur die Zinserträge werden für Einzelfallhilfe oder soziale Projekte verwendet. „Die Bürgerstiftung ist auf Nachhaltigkeit angelegt, weil das Kapital in jedem Fall erhalten bleibt“, sagt Fuchslocher, dem klar ist: „Mit den Zinserträgen aus aktuell 60000 Euro lässt sich derzeit nicht die große Hilfe für alle auf die Beine stellen, die Hilfe brauchen.“ Die Bürgerstiftung sei aber guter Dinge, dass der Kapitalstock weiter wächst und sie sich selbst in 15 oder 20 Jahren als soziale Institution in Mühlacker etabliert habe.

„Wir engagieren uns überall dort, wo der Staat nicht mehr verpflichtet ist, einzugreifen“, erklärt Ursula Schaier. Sprich: Wo keiner hilft, hilft die Bürgerstiftung. So hat sie beispielsweise einer schwer kranken jungen Frau im vergangenen Jahr eine Therape ermöglicht, die von der Krankenkasse nicht übernommen wird. Aber auch kleine Freuden stehen auf der Agenda der Bürgerstiftung, die beispielsweise 100 Kinokarten für Kinder finanziert hat, deren Eltern im Tafelladen einkaufen müssen. Auch Hausschuhe für die Bewohnerin eines Seniorenzentrums, die so arm ist, dass sie sich keine neuen leisten konnte, sind schon aus den Kapitalerträgen der Bürgerstiftung finanziert worden.

Die Menschen, die sich für die Stiftung engagieren, sehen sich nicht nur als reine Verwalter des Kapitalstocks. „Wir wollen uns auch selbst einbringen“, erklärt Ursula Schaier. So habe sich die Bürgerstiftung beispielsweise mit einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt beteiligt, dessen Reinerlöse wiederum wieder in das Kapital der Stiftung fließen. Und bereits schon zum zweiten Mal hat sich die Bürgerstiftung im Jahr 2010 am Kinderferienprogramm in Mühlacker beteiligt. So wird die Stiftung selbst zu einem Rädchen im Getriebe des ehrenamtlichen Engagements in Mühlacker.

Vorschläge für den Bürgerpreis können bis zum 21. April in der Geschäftsstelle der Bürgerstiftung Mühlacker, Friedrichstraße 24, 75417 Mühlacker, eingereicht werden. E-Mail: info@buergerstiftung-muehlacker.de. Telefon: 07041/899-870. Die Vorschläge sollten kurz begründet werden. Eigenvorschläge werden nicht akzeptiert.

(Mühlacker Tagblatt vom 5. März 2011, Text u. Foto: Frank Goertz)

[ zurück ]

Aktuelles

2. Bürger-Frühstück

mehr...

Denkend laufen oder laufend denken?

mehr...

Der Denkpfad geht seiner Vollendung entgegen

mehr...

Newsletter

Wenn Sie regelmäßig über die Arbeit der Bürgerstiftung informiert werden wollen, so abonnieren Sie doch unseren Newsletter. mehr...

Gütesiegel

Gütesiegel des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen
Bürgerstiftung Mühlacker | Bahnhofstraße 32 | 75417 Mühlacker | Telefax: 07041 42183 | E-Mail: info@buergerstiftung-muehlacker.de | Impressum | Datenschutz