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Verleihung des Bürgerpreises 2012

Hohe Auszeichnung für stille Anpackerin

Der Bürgerpreis der Bürgerstiftung Mühlacker geht am Marga Kucher – Anerkennung für vielfältiges Engagement

Für ihren jahrelangen ehrenamtlichen Einsatz auf verschiedenen Feldern wird Marga Kucher (M.) von der Bürgerstiftung Mühlacker in der Historischen Kelter geehrt. Die Urkunde, die neben einem Preisgeld und einer exklusiven Anstecknadel zum Bürgerpreis gehört, überreichen die Vorstandsmitglieder der Stiftung Ursula Schaier und Wolf-Dieter Fuchslocher.

Marga Kucher ist der zweite Mensch in Mühlacker, der mit dem Bürgerpreis ausgezeichnet worden ist. Im Rahmen einer Feierstunde in der Historischen Kelter wurde am Abend ihr vielfältiges ehrenamtliches Engagement gewürdigt.


Preisträgerin Marga Kucher ... Mühlacker. Die Liste von Marga Kuchers Verdiensten ist lang. In aller Stille setzt sich die 71-Jährige seit Jahrzehnten für ihre Mitmenschen ein. Dafür erhielt sie gestern die höchste Auszeichnung, die die 2009 gegründete Bürgerstiftung Mühlacker zu vergeben hat: den Bürgerpreis, mit dem die Stiftung das Ehrenamt in der Öffentlichkeit würdigen und stärken will.

Ganz wohl in ihrer Haut dürfte Marga Kucher bei der feierlichen Preisverleihung nicht gewesen sein. Schließlich ist es ihre Sache nicht, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen, auch wenn sie lange Jahre als Stadträtin die Mühlacker Kommunalpolitik mit geprägt hat. Von sich selbst sagt die Macherin bescheiden, dass sie sich nicht „hinauslehnen“ wolle, sie helfe einfach dort, wo es gerade fehle.

Genau auf diesem Feld ist auch die Bürgerstiftung aktiv, die als gemeinnützige, überkonfessionelle und überparteiliche Institution Projekte fördert, die dem Wohl der Stadt und ihrer Bürger dienen. Wolf-Dieter Fuchslocher, der dem Stiftungsvorstand angehört, hielt gestern die Laudatio auf die neue Bürgerpreisträgerin Marga Kucher, die „mit offenen Augen und Ohren durch das Leben“ gehe.

Preisträgerin arbeitet ohne große Worte im Kleinen für Gerechtigkeit und Chancengleichheit

Mit dieser Grundhaltung decke sie immer wieder kleine und große Missstände auf, die ältere Menschen mit Handicaps vor Probleme stellten, und sei es nur ein defekter Aufzug im Einkaufszentrum Drehscheibe. Kucher ist nicht der Typ Mensch, der in solchen Situationen nur öffentlichkeitswirksam anprangert: „Sie hängen sich ans Telefon, und das Problem ist kurzfristig behoben.“ Selbst ein Umzug könne den Verantwortlichen in solchen Fällen nicht davor bewahren, dass ihm „ordentlich Dampf gemacht“ werde, sagte Fuchslocher mit einem Schmunzeln.

Vor den geladenen Gästen verlas das Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung eine beeindruckende Liste an ehrenamtlichen Tätigkeiten, mit denen sich Marga Kucher in ihrer Heimatstadt und darüber hinaus einbrachte und noch immer einbringt. „Sie sagen nicht, es müsste etwas getan werden, Sie tun es, und zwar still und leise“, lobte der Sprecher der Stiftung. Stets gehe es der Preisträgerin bei ihrem Einsatz um Gerechtigkeit und Chancengleichheit. Wenn man keine Dankbarkeit erwarte, dann erlebe man auch keine Enttäuschung, laute ein Standpunkt Marga Kuchers, sagte Fuchslocher, der damit elegant zum Anlass des Empfangs in der Kelter überleitete. Marga Kucher möge mit Blick auf den Dank recht haben, „aber die Person, die hier beschrieben wurde, hat nach Auffassung unserer Stiftung zumindest eines verdient – nämlich Anerkennung in Form des Bürgerpreises, zu dem wir Ihnen, liebe Frau Kucher, recht herzlich gratulieren“. Verliehen wird der mit 500 Euro dotierte Bürgerpreis der Bürgerstiftung in Form einer exklusiven Ehrennadel, die im vergangenen Jahr erstmals an den Dürrmenzer Siegfried Seiter vergeben wurde.

Neben Fuchslocher sprach der Leiter des Evangelischen Seminars in Maulbronn, Tobias Küenzlen, als Gastredner über seine pädagogischen Vorstellungen, Bürgermeister Winfried Abicht vertrat die Stadt, die den Kreis der Stifter mit ihrem Beitritt jüngst auf 54 erweitert hat.

Gerechnet habe sie mit dem Preis nicht, aber sie freue sich, dass sie ihn bekomme, sagte Marga Kucher gestern gegenüber unserer Zeitung. „Die Auszeichnung bedeutet mir schon etwas“, betonte die 71-Jährige, die als Motivation für ihr Engagement die „Liebe zur Heimat und ihren Menschen“ nannte.

(Mühlacker Tagblatt vom 19.02.2012, Text u. Foto: Maik Disselhoff)

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